20.04.2010

Google Street View - demnächst auch in Ihrer Stadt

Google Street View ist so umstritten wie wohl kaum ein anderes Google Projekt. Wir statten Sie mit ein paar wichtigen Informationen zum Thema Google Street View in Deutschland aus.

Google plant bis frühstens Ende 2010 die gesamte Bunderepublik auf Google Streetview abzubilden. Wo die nächsten Aufnahmen in Deutschland geplant sind, ist unter www.google.de/help/maps/streetview/where-is-street-view.html nachzulesen. Die Planungen können sich jedoch durch ungünstige Witterung oder Verkehrslage ändern.

Die Fotoaufnahmen sollen zukünftig für die Funktion Street View, als Ergänzung zu den Google Maps verwendet werden. Nutzern soll so eine 360 Grad Straßenansicht ermöglicht werden. Darüber hinaus will Google die über das Google Street View car gewonnen Bilder in mobilen Navigationslösungen verwenden.

Derzeit sind einige Google Street View Aufnahmen bereits in die neueste Google Earth Version integriert. Sie können es sehen indem Sie in der Ebene "3D-Gebäude" die Option "fotorealistisch" aktivieren. Dann ersetzt Google Earth die zuvor unscharfen Gebäudefassaden mit teils hochauflösenden Aufnahmen des Google Street View cars. Die fotorealistischen 3D-Gebäude sind derzeit jedoch nur für einige Metropolen wie London, New York oder Kapstadt verfügbar. Weitere Städte sollen in den kommenden Monaten folgen.

Für Betroffene, die gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen ihrer Person, Kennzeichen, Gebäude oder Grundstücke sind, hat Google ein Widerspruchsrecht eingeräumt. Der Widerspruch kann per E-Mail an streetview-deutschland@google.com oder oder schriftlich an Google Germany GmbH, Betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg, übermittelt werden. Ein Mustertext für Widersprüche finden Sie auf der Homepage der Datenaufsichtsbehörde Hessen (www.datenschutzaufsicht.hessen.de).

Als neuste Entwicklung kam heraus das Google mit den Street View cars auch die Namen und Standorte der WLAN-Netze in den abgefahrenen Gebieten erfasst.
Registriert wird dabei der Name des WLAN-Netzes, seine genaue Position und die individuelle MAC-Adresse des Routers. Mit den gewonnen Daten soll die Navigation mit mobilen Geräten ermöglicht werden, die über ein WLAN-Modul verfügen, aber kein GPS zur Satelliten-Navigation haben (z. B. iPod Touch oder viele Smartphones). Diese Geräte würden dann durch ein offenes WLAN-Netz und über Dienste wie z.B. Skyhook (arbeitet mit Google zusammen) oder Gammax Positionen und Routen ermitteln können.

Google hat zwar immer betont dass Informationen auf verschiedene Art und Weise erfasst werden. Es bleibt jedoch unklar, warum Google die Speicherung aller WLAN-Netze in Deutschland nicht offiziell angekündigte

Auch hier können sich Betroffene, wenn gewünscht, zur Wehr setzen. Wer sein WLAN-Netz nicht ungefragt registriert wissen will, muss es bloß hin und wieder umbenennen. Verschlüsselt und gesichert sollte Ihr Netzwerk ohnehin immer sein. Wie beides geht, sollte in der Anleitung Ihres WLAN-Routers nachzulesen sein.


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